Donnerstag, 1. März 2018

Fast Shirts als Fast Fashion

Immer wieder erhalten wir Anfragen zu bedruckten T-Shirts. Das ist häufig der Fall und freut uns. Etwas seltener lesen wir in der Anfrage u.a. den Satz "… Geben Sie unbedingt Ihr preisgünstigstes Angebot ab. …".

fast t-shirts


Interessant. Was sollten wir sonst tun? Wie jede Firma kalkulieren wir unsere Preise nach den wirtschaftlichen Anforderungen und nach einigen firmeninternen Gesichtspunkten. Dazu zählen auch ethische und ökologische Einstellungen. Zum Schluss entsteht aber auf alle Fälle _unser_ preisgünstigstes Angebot.

Preiswert oder billig?


Bei einem Telefonat mit dem Interessenten, der Wert auf das "preisgünstigstes Angebot" legte, stellt sich schnell heraus. Es geht ihm nicht um preiswert. Es geht ihm um billig! Begründungen, warum ein bestimmtes Preissegment nicht überschritten werden darf, finden sich dabei viele. Und alle hören sich so logisch an.
Unsere Argumente, wir produzieren in Deutschland, wir haben eine soziale Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern, wir versuchen benötigte Produkte und Hilfsmittel dort zu kaufen, wo sie ethisch und ökologisch nachhaltig hergestellt werden, wurden gehört, aber wahrscheinlich nicht akzeptiert. Schade, das wird dann wohl doch kein Auftrag.

Diese kleine Diskussion erinnerte uns an die Ausstellung "Fast Fashion. Die Schattenseiten der Mode", die unlängst auch im Deutschen Hygiene-Museum Dresden zu sehen war und 65.000 Besucher fand. In dieser Präsentation konnten sich die Betrachter über die Themen KONSUM, ÖKONOMIE, ÖKOLOGIE und SLOW FASHON in der Mode informieren. Schön, dass so viele Menschen den Weg in die Ausstellung fanden, denn die kritische Auseinandersetzung mit den Themen Massenmode, Massenkonsum und deren ökonomischen und ökologischen Folgen wird immer dringender.

Von Asien nach Mailand, Paris und London - zu uns allen


Gern, allzu gern, werden die schönsten Bilder der jährlich in Europa und der Welt stattfindenden Modewochen in den entsprechenden Zeitschriften oder auf Pinterest und Instagram betrachtet und geteilt. Einen kleinen Teil dieser Modeprodukte, nur nicht so teuer bitte, möchten die Betrachterinnen und Betrachter dann auch gern tragen.

Kein Problem! Dafür lassen viele große und auch kleinere Modemarken in Asien produzieren. Dem Konsumenten werden die Shirts, Tops, Sweats, Hosen usw. so billig wie möglich angeboten. Wer fragt dann schon danach, wie diese Textilien entstehen. Das Schicksal der Textilarbeiterinnen und -arbeiter, deren Kampf beim täglichen Überleben, deren karge Bezahlung und die Fotos der brennenden und einstürzenden Produktionshallen drängen z.B. beim Kauf eines Damen-T-Shirt in Mesh-Optik für 9,00 € kaum in den Vordergrund.

Wer sich aber informieren will, der kann das. Die oben erwähnte Ausstellung wird weiter präsentiert.

Fast Fashion ab Herbst in Köln



Wer sich also mit der genannten Problematik näher auseinandersetzen möchte, hat dazu ab Herbst 2018 in Köln die Gelegenheit. Im Rautenstrauch-Joest-Museum wird die Sonderausstellung "Fast Fashion. Die Schattenseiten der Mode" vom 12. Oktober 2018 - 24. Februar 2019 gezeigt.

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